Kompetenz im Wasserstrassenbau

.Der Bau von Wasserstraßen ist eine extrem anspruchsvolle und interessante Aufgabe. Eine moderne Wasserstraße muss nicht nur die Ansprüche leistungsorientierter Schifffahrt erfüllen, sondern auch weitreichenden ökologischen Zielvorgaben Genüge leisten. Das alles muss darüber hinaus gesellschaftliche Akzeptanz finden.

So beschäftigen sich unsere 120 speziell ausgebildeten Mitarbeiter z.B. mit folgenden Fragestellungen und ihren Lösungen:

  • Wie erreicht man für voll beladene Schiffe die notwendige Wassertiefe (Abladetiefe), sodass der Schiffsverkehr das ganze Jahr über keine Einschränkungen erfährt?
     
  • Wie breit muss die Fahrrinne sein, damit sich die Schiffe gefahrlos bewegen können?
     
  • Erreicht man solche Ziele allein schon mit sogenannten »flussbaulichen Maßnahmen« (Leitwerke, Buhnen, Baggern) oder müssen dazu Stützwehre oder gar Staustufen gebaut werden?
     
  • Was ist bei der Planung von Schleusen zu berücksichtigen?
     
  • Häfen wollen geplant werden: Standort, Kapazitäten, Infrastruktur
     
  • Wie sind die Ufer einer Wasserstraße zu gestalten, damit sie einem verstärkten Wellenschlag widerstehen können und so die Ufervegetation nicht beeinträchtigt wird?

 

  • Mit welchen Maßnahmen können siedlungstechnische (z.B. Häuser in Wassernähe), wasserwirtschaftliche (z.B. unerwünschtes Absinken der Grundwasserstände) und landwirtschaftliche Interessen angemessen berücksichtigt werden?

Neben diesen technischen Problemen gilt es auch wichtige ökologische Fachfragen zu stellen und zu beantworten:

  • Welchen Einfluss hat ein verändertes Gewässerregime auf die Tier- und Pflanzenwelt im Fluss und die flussbegleitende Umgebung?
     
  • Wie sind die Baumaßnahmen zu gestalten, dass ihre Auswirkungen auf die Natur so gering wie möglich sind?
     
  • Welche ökologischen Ausgleichsmaßnahmen sind nötig, welche sind möglich und wie können diese umgesetzt werden?

Um auch tiefgreifende ökologische Sachverhalte bis ins kleinste Detail berücksichtigen zu können, arbeitet eine Vielzahl von Fachgutachtern unserem Hause zu.

Als bislang letzte große Ausbaumaßnahme haben wir an der bayerischen Donau die Stauhaltung Straubing fertiggestellt.
Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern haben uns zudem beauftragt, Lösungsvorschläge zu erarbeiten, die das Nadelöhr zwischen Straubing und Vilshofen beseitigen.