Hochwasserschutzkonzept
Parallel zu den Planungsarbeiten zum Donauausbau wird für den fraglichen Abschnitt ein Hochwasserschutzkonzept erstellt.
Ursprünglich ging man davon aus, dass sich Donauausbau und Hochwasserfreilegung gleichzeitig realisieren lassen würden, kostensparend der Synergieeffekte wegen. Nachdem sich der Donauausbau verzögert und man die Menschen der Gefahren weiterer Hochwasser nicht länger aussetzen wollte, hat man einzelne Maßnahmen zum Hochwasserschutz vorgezogen. Die Arbeiten an 35 Projekten mit einem Gesamtvolumen von rd. 200 Millionen Euro sind seit 1999 in vollem Gange, mehr als 20 Projekte sind bereits abgeschlossen.
Ziel aller Arbeiten ist es, gemäß dem Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) Siedlungs- und Gewerbegebiete sowie wichtige Verkehrsverbindungen vor einem 100-jährlichen Hochwasser zu schützen. Es geht um Leib und Leben sowie Hab und Gut von Menschen, die durch die stets wiederkehrenden schweren Hochwasser im Donautal regelmäßig zu leiden hatten. Einer der Schwerpunkte der Planung ist dabei, dass sich die Situation für die Menschen stromabwärts (z.B. in Passau) nicht verschlechtern darf.
Zwischen Straubing und Vilshofen werden gemäß unserem Konzept Deiche neu gebaut, wo die örtlichen Gegebenheiten es zulassen, werden Deiche zurückverlegt, um dem Fluss bei Hochwasser wieder mehr Raum zu geben, es werden bestehende Deiche erhöht und dort, wo notwendig, eine zweite Deichlinie geschaffen. Zusätzlich werden natürliche Überschwemmungsflächen gezielt genutzt bzw. wieder funktionstüchtig gemacht. Damit können auch die ökologischen Verhältnisse in den Auegebieten verbessert werden.
In enger Zusammenarbeit mit der Bayerischen Wasserwirtschaft planen wir die Deichführung, den Hochwasserschutz innerhalb der Ortschaften, die Binnenentwässerung. Wir führen die Beauftragung der ausführenden Firmen durch und überwachen die Bautätigkeit.
Daneben besteht unsere tägliche Arbeit aber auch darin, Gemeinden und Privatpersonen in z.T. langwierigen Verhandlungen zu überzeugen, dass für optimale Deichstandorte Land zur Verfügung gestellt werden muss. Das sind oft schmerzliche Prozesse, wenn persönliches Eigentum davon berührt ist.
Hochwasser bei Straubing
Beispiel der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen