Variante C280

Hier sind flussregelnde Maßnahmen mit einem Stützwehr bei Aicha verbunden. Es muss darunter eine Schwelle verstanden werden, die ständig überströmt wird und nur bei niedrigen Wasserständen Staufunktion hat. Diese Stützschwelle hebt den Wasserspiegel in den flussmorphologisch und schifffahrtstechnisch schwierigsten Streckenabschnitt zwischen der Ortschaft Aicha und der Isarmündung. Gleichzeitig wird die für die Schifffahrt aus der nautisch schwierigen Mühlhamer Schleife herausgenommen. Die Mühlhamer Schleife wird weiterhin von der Donau durchströmt. Rd. 98 % des Donauwassers fließen auch künftig durch das angestammte Flussbett der Donau. Nur, die Donau braucht in diesem Abschnitt keine Schiffe mehr zu tragen, denn diese benutzen einen 2,3 Kilometer langen Schleusenkanal, der die Schifffahrt in diesem Bereich ganz maßgeblich erleichtert. Die Strecken von Straubing bis zur Isarmündung und Winzer bis Vilshofen werden durch flussbauliche Maßnahmen wie in Variante A beschrieben verbessert.

Durch flussmorphologische Untersuchungen wurde herausgefunden, dass bei dieser Stützschwellenlösung eine zusätzliche Vertiefung der Fahrrinne durch Baggern erreicht werden kann und dies zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen. In einem solchen Gesamtpaket, auch als „Variante C280“ bezeichnet, wird bei Niedrigwasser die Abladetiefe auf 2,30 Meter angehoben. Die angestrebten 2,50 Meter werden an 290 Tagen im Jahr erreicht. Weder in der Donau selbst noch im Schleusenkanal ist ein Wasserkraftwerk geplant. Auch diese Variante dient ausschließlich der Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse.

Die nötigen Eingriffe in den Naturraum können bei dieser Variante ökologisch vollständig ausgeglichen werden. So kann die Mühlhamer Schleife, die in Zukunft vollständig vom Schiffsverkehr freigehalten wäre, umfassend renaturiert werden. So können z.B. die vorhandenen Buhnen zurückgebaut und Kiesbänke oder Kiesinseln geschaffen werden.

Bei dieser Variante sah die Regierung von Niederbayern sowohl einen hohen verkehrlichen Nutzen als auch die notwendige Berücksichtigung der ökologischen Belange. Als einzige der geprüften Varianten erhielt die Variante C280 damit das Prädikat „raumverträglich“ zuerkannt.

Ausschnitt aus dem Lageplan der Maßnahmen bei Variante C und C280
Die alte Isarmündung entsteht wieder neu
Das geplante Umgehungsgewässer...
...der ursprünglichen Donau abgeschaut
So würde die Stützstelle bei Aicha aussehen
17km flußbegleitende und durchströmte Auelandschaft werden möglich