Technik und Natur im Einklang: Die Stauhaltung Straubing

Im Jahr 1995 wurde als bislang letzte große Ausbaumaßnahme an der bayerischen Donau die Staustufe Straubing fertiggestellt. Damit bietet die Donau von Kelheim bis Straubing und ab Vilshofen stromabwärts der Schifffahrt optimale Voraussetzungen für den Gütertransport.

Der Stauraum Straubing erstreckt sich auf 25 Kilometern Länge von Straubing bis hinauf nach Geisling. Das Wehr an der Staustufe in Straubing hat eine Höhe von 6,70 Meter. Das der Staustufe angeschlossene Wasserkraftwerk erzeugt so viel Strom, dass eine Stadt wie Deggendorf komplett versorgt werden kann. Wehr, Kraftwerk und Schleuse waren aber nur ein Teil der Planungen. Mindestens das gleiche Augenmerk galt der Ökologie.

Der gesamte Stauraum mit seinen weitläufigen Uferlandschaften stellt etwas ganz Besonderes dar. Schon die Planung lief darauf hinaus, Technik und Natur bestmöglich zu verbinden. Und das ist in idealer Weise gelungen. Die Schifffahrt hat beste Bedingungen, und es ist wertvollste Natur entstanden. Der Stauraum Straubing hat sich in den Augen der Fachwelt zu einem ökologischen Vorzeigeprojekt entwickelt, und zwar in einem Ausmaß, das sich zuvor kaum erahnen ließ. Es ist ein Lebensraum entstanden, der hinsichtlich Struktur- und Artenvielfalt seinesgleichen sucht. Sie können sich davon selbst überzeugen, wenn Sie das Gebiet mit dem Fahrrad besuchen.

Seltene Vogelarten haben sich in ihren Beständen erholt, Zugvögel nutzen den Stauraum als Winterquartier oder als Rastplatz auf ihrem weiteren Zug in den Süden; der Biber findet optimale Lebensbedingungen, schon verdrängte Pflanzenarten siedelten sich wieder an. Durch die Anlage gezielter Laichgebiete konnten sich die Fischbestände hervorragend entwickeln.

Nur rund fünf Jahre nach seiner Fertigstellung wurde der Stauraum Straubing als besonders schützenswert anerkannt und nach der Vogelschutzrichtlinie offiziell als Naturschutzgebiet von europäischem Rang eingestuft. Wir setzen alles daran und unsere Planungen verfolgen das Ziel, dass auch der Naturraum zwischen Straubing und Vilshofen diesen hohen Ansprüchen gerecht wird.

Kraftwerk, Wehr und Schleuse Straubing
Weite Naturräume begleiten den Fluß
Der Brachvogel hat hier sein Revier
Optimale Bedingungen für Kiebitze
Kiesufer in der Stauhaltung
Das exotische Nest der Beutelmeise
Der Sumpfrohrsänger
Ein Refugium für Tiere und Pflanzen
Ein Angebot für die Natur...
...und was sie daraus macht
Kurz nach dem Bau...
...und wenige Jahre später